Dividendenaktien – Meine Top 5 Auswahlkriterien

  • Beitrags-Kategorie:Geldanlage

Dividendenaktien sind eine beliebte Anlageform. Daher habe ich in meinen vorigen Artikeln bereits beschrieben, was Dividenden genau sind und was du dabei beachten solltest. In diesem Artikel möchte ich dir gerne meine Top 5 Kriterien vorstellen, nach denen ich Dividendenaktien auswähle.


Bei den aufgeführten Kriterien handelt es sich natürlich nicht um starre Vorgaben. Sie sollen lediglich einen gewissen Anhaltspunkt bieten.


Inhalte


1. Dividendenrendite
2. Ausschüttungsquote
3. Dividendenhistorie
4. Dividendensteigerungen
5. Geschäftsmodell
6. Was ich gerne noch erwähnen möchte

 

 1.  Dividendenrendite


Wie der Wortlaut schon sagt, geht es bei der Auswahl von Dividendenaktien im Wesentlichen um Dividenden. Daher schaue ich mir als erstes an, ob das Unternehmen überhaupt eine Dividende zahlt und wie hoch diese ist. Die Dividende setze ich dann ins Verhältnis zum aktuellen Aktienkurs und erhalte somit die Dividendenrendite.

Dividendenaktien mit einer hohen Dividendenrendite sind für Anleger besonders interessant. Ich achte daher darauf, dass die Rendite mindestens 2,5% beträgt. Zumindest lohnt es sich für mich ab diesem Wert, das Unternehmen mal näher anzuschauen. Denn nicht nur die Dividendenrendite alleine, sollte bei der Auswahl eine Rolle spielen. Sonst kann der Schuss auch ganz schnell nach hinten losgehen.


2. Ausschüttungsquote


Als nächstes schaue ich mir die Ausschüttungsquote an. Hierbei handelt es sich um den prozentualen Anteil der ausgeschütteten Dividendensumme am Unternehmensgewinn. Klingt zu kompliziert? Dann versuche ich es etwas einfacher zu erklären.

Anhand der Ausschüttungsquote kannst du beurteilen, ob die ausgezahlte Dividende in einem gesunden Verhältnis zum erwirtschafteten Gewinn steht. Denn ein Unternehmen sollte in der Regel nicht mehr Dividende ausschütten, als an Gewinn zur Verfügung steht. Und um die Ausschüttungsquote zu ermitteln, setze ich den Gewinn pro Aktie und die Dividende pro Aktie ins Verhältnis zueinander. Diese Kennzahlen kannst du ganz leicht bei den gängigen Portalen, wie z.B. Onvista entnehmen.


Wie hoch die Ausschüttungsquote sein sollte, hängt vom Geschäftsmodell ab. Wenn ein Unternehmen 30% – 50% der Gewinne in Form von Dividenden ausschüttet, ist das eine gute und ausgewogene Quote. Somit wäre noch genug Raum, um einen gewissen Anteil am Gewinn zurückzulegen oder auch zu reinivestieren.


Allerdings sollte man sich auch hier nicht ausschließlich an die Ausschüttungsquote klammern. Damit meine ich, dass auch diese Kennzahl nicht alleine ausschlaggebend ist und entsprechend im Gesamtzusammenhang betrachtet werden sollte.

 

 3. Dividendenhistorie


Ein weiteres Kriterium bei der Auswahl von Dividendenaktien ist die Dividendenhistorie. Denn wenn ein Unternehmen über viele Jahre hinweg konstant Dividenden ausschüttet, ist es ein gutes Zeichen für ein sicheres und beständiges Unternehmen. Dies zeigt, dass dieses Unternehmen viel Wert darauf legt, seine Anleger mit Dividenden zufrieden zu stellen.

Daher prüfe ich hierbei, wie lange das Unternehmen in das ich investieren möchte, bereits eine Dividende ausschüttet. Hier gilt, je länger, desto besser.


4. Dividendensteigerungen


Neben einer langen Dividendenhistorie ist auch die Steigerung der Dividenden von Bedeutung. Im Idealfall zahlt das Unternehmen jedes Jahr eine Dividende und erhöht diese ebenfalls jährlich. Unternehmen, die sehr unregelmäßig eine Dividende ausschütten, neigen oftmals dazu, dies auch zukünftig zu tun.

Mir persönlich, ist eine verlässliche Dividendenausschüttung sehr wichtig. Daher schaue ich mir hier die ausgezahlten Dividenden der letzten Jahre an und in diesem Zusammenhang auch, ob bei Dividendensteigerungen der Gewinn ebenfalls gestiegen ist. Wenn dies nicht der Fall ist, und dafür auch kein guter Grund ersichtlich ist, lasse ich lieber die Finger davon.


5. Geschäftsmodell


Jetzt kommen wir zu einem der wichtigsten Kriterien – ein nachvollziehbares und nachhaltiges Geschäftsmodell. Hierbei geht es darum, dass die Produkte des Unternehmens auch in Zukunft noch relevant sein sollten und somit das Geschäftsmodell auch in vielen Jahren noch ertragsfähig ist.

Nur wie bekommt man das heraus? Genau wissen tut man das natürlich nicht, aber man kann sich so gut es geht über das Geschäftsmodell informieren. Hierzu solltest du wissen, womit das Unternehmen sein Geld verdient und dir einen gewissen Gesamtüberblick verschaffen. Wie tief du letzten Endes einsteigen willst, bleibt natürlich dir überlassen.


Ich persönlich sehe mir neben dem Kerngeschäft, gerne die wesentlichen Kennzahlen an. Insbesondere werfe ich einen Blick auf den Verschuldungsgrad und die Gewinnentwicklung. Und wenn das alles für mich passt, wandert die Aktie in mein Depot.


6. Was ich gerne noch erwähnen möchte


Dividendenaktien eignen sich sehr gut, um sich ein passives Einkommen aufzubauen. Daher sind sie auch so beliebt. Allerdings gilt auch hier, dass man seine Anlagen möglichst breit streuen sollte. Also z.B. über mehrere Branchen und Länder hinweg. Dadurch kannst du dein Risiko etwas minimieren, als wenn du alles auf ein Pferd setzt.

Wenn du mit Einzelaktien keine breite Streuung hinbekommst, ist es vielleicht eine gute Alternative, wenn du in einen Dividenden-ETF oder Dividenden-Fond investierst und ggf. mit einzelnen Aktien dein Portfolio ergänzt.


Ich möchte in diesem Zusammenhang gerne noch erwähnen, dass es sich bei Dividendenaktien mit einer hohen und konstanten Ausschüttung eher um defensive Titel handelt. Das bedeutet, dass Anleger bei diesen Geschäftsmodellen meist weniger Wert auf hohe Wachstumsraten legen, sondern eher mehr Wert auf eine verlässliche Ausschüttung.

 

Deshalb kann es sich vielleicht eher lohnen, Dividendenaktien von etablierten Großunternehmen ins Depot aufzunehmen. Sie verfügen meist über die bereits genannten Kriterien: Ein verlässliches Geschäftsmodell, eine vernünftige Ausschüttungsquote, regelmäßig absehbare Gewinne und natürlich eine gute Dividendenrendite.

Inhalte werden geladen

Schreibe einen Kommentar