Dividendenstrategie – Vermögensaufbau für die private Altersvorsorge

  • Beitrags-Kategorie:Geldanlage

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In meinem Artikel geht es um das Thema Vermögensaufbau mit Dividenden. Hast du schon mal mit den Gedanken gespielt, deine Altersvorsorge etwas aufzubessern oder Geld für dein Kind anzulegen? Was du hierbei beachten solltest, möchte in in diesem Artikel genauer erklären. 

Inhalte:

1. Die Dividendenstrategie als Bestandteil für die private Altersvorsorge
2. Altersvorsorge mit der Dividendenstrategie aufbauen – das solltest du beachten
3. Was tun mit den Dividendenzahlungen?
4. Wie kannst du starten?
5. Dividendenstrategie – auch wenn der Renteneintritt naht?
6. Dividendenstrategie – auch als Vermögensaufbau für Kinder geeignet?
7. Fazit

1. Die Dividendenstrategie als Bestandteil für die private Altersvorsorge

Irgendwann kommt der Zeitpunkt, an dem sich jeder mit seiner privaten Altersvorsorge beschäftigen sollte. Denn es ist sicherlich kein Geheimnis mehr, dass die gesetzliche Rente womöglich nicht mehr ausreichen wird, um seinen Lebensstandard im Rentenalter zu halten.

Wenn du im Alter nicht auf jeden Cent angewiesen sein möchtest, solltest du möglichst frühzeitig und gut durchdacht an die Sache herangehen. Denn je früher du dich mit deiner Altersvorsorge beschäftigst und in diese investierst, desto mehr Vermögen kannst du fürs Alter aufbauen.

Eine Möglichkeit, um sich die Rente etwas aufzubessern, ist die Dividendenstrategie. Wie sie funktioniert und was du dabei beachten solltest, möchte ich dir gerne jetzt näher vorstellen.

Mit der Dividendenstrategie erhältst du regelmäßig eine Zahlung auf dein Verrechnungskonto. Sie liefert dir also von Anfang an ein passives Einkommen. Gerade deshalb gehört sie auch zu den beliebtesten Anlageformen.


2. Altersvorsorge mit der Dividendenstrategie aufbauen – das solltest du beachten

Möchtest du dir mit Dividenden deine Altersvorsorge etwas aufbessern, dann solltest du bevorzugt auf Unternehmen setzen, die wirtschaftlich gut dastehen und für ihre Zuverlässigkeit hinsichtlich ihrer Dividendenzahlungen bekannt sind. Das bedeutet, dass das Geschäftsmodell möglichst langfristig tragfähig sein sollte. Stelle dir am besten die Frage, ob du dem Unternehmen mit seinem Geschäftsmodell zukünftig Gewinne zutraust. Dieser Punkt ist sehr wichtig, da zukünftige Gewinne die Grundlage für eine Gewinnbeteiligung in Form von Dividendenzahlungen darstellen.

Denn gerade bei der Dividendenstrategie geht es doch darum, dass du dich über viele Jahre auf eine regelmäßige Dividendenzahlung verlassen kannst. Demzufolge ist eine möglichst nachhaltige und auch steigende Dividendenzahlung – bei der Umsetzung der Dividendenstrategie – ein wesentlicher Indikator.

Außerdem solltest du ein wenig Risikofreude mitbringen. Denn ganz ohne Risiko lässt sich die Dividendenstrategie leider nicht umsetzen – das wäre ja auch zu schön. Bei Dividenden handelt es sich nicht um festgelegte Zinsen. Das heißt, dass Unternehmen ihre Ausschüttungen auch überraschend aussetzen können. Und auch eine negative Kursentwicklung ist möglich. Das solltest du unbedingt im Hinterkopf behalten.

Um dein Risiko so gering wie möglich zu halten, kannst du einiges tun. Insbesondere solltest du darauf achten, dass du möglichst breit gestreut investierst. Das bedeutet, dass du nicht in zu viele Unternehmen aus einer Region und aus derselben Branche investieren solltest. Wenn du noch nicht über viel Kapital zum Investieren verfügst, sind vielleicht Dividenden-orientierte Fonds und ETFs eine gute Möglichkeit, denn sie sind perfekt für den Einstieg geeignet. Durch diese Art der Anlage kannst du von Dividendenvorteilen profitieren und gleichzeitig dein Risiko, durch die breite Streuung reduzieren.

Wenn du lieber – oder auch zusätzlich – in einzelne Aktien investieren möchtest, ist es wichtig, dass du diese sorgfältig auswählst. Das kostet jedoch wesentlich mehr Zeit durch die Recherche- und den Analyseaufwand, als eine Investition per ETF oder Fond.

3. Was tun mit den Dividendenzahlungen?

Sofern du aus den Dividenden eine recht solide Altersvorsorge machen möchtest, lohnt es sich, die eingenommenen Beträge direkt weiter zu investieren. Durch das Reinvestieren der Dividendenerträge profitierst du zusätzlich noch vom Zinseszinseffekt, welcher sich durch die Wiederanlage zwischenzeitlich erzielter Dividendenerträge ergibt. 

Hierzu kannst du die ausgeschütteten Dividenden z. B. auf einem separaten Konto für die Altersvorsorge sammeln und dann weiter investieren. Alternativ kannst du sie natürlich auch dort liegen lassen und die Summe auf diesem Konto weiter anwachsen lassen. Allerdings solltest du hierbei bedenken, dass durch die Inflation das gesparte Vermögen auf lange Sicht an Wert verliert.

Egal welche Strategie du genau verfolgst, Ziel ist es, aus deinem Kapital möglichst laufende Erträge zu erhalten, von denen du im Alter gut leben kannst.

4. Wie kannst du starten?

Um die Dividendenstrategie umzusetzen, gibt es unterschiedliche Wege. Neben einer Einmal-Anlage, besteht auch die Möglichkeit, regelmäßig per Sparplan in einen Fond oder ETF zu investieren. Mittlerweile ist es sogar möglich, Aktiensparpläne abzuschließen. Auf diese Weise werden meist monatlich oder auch quartalsweise Anteile für eine bestimmte Summe erworben.

Einige Online-Broker bieten Sparpläne bereits ab 25 € pro Monat an. Deine Sparsumme kannst du jederzeit anpassen und auch mal nachschauen, ob die Anlagen noch soweit für dich passen. Allerdings solltest du unbedingt auf die Gebühren achten. Bei einem Sparplan sollte sich die Dividendenstrategie mit überschaubaren Transaktionskosten umsetzen lassen.

5. Dividendenstrategie – auch wenn der Renteneintritt naht?

Zu guter Letzt stellt sich noch die Frage, ob eine Dividendenstrategie auch für diejenigen geeignet ist, die bereits kurz vor dem Ruhestand stehen.

Hier kommt es in erster Linie darauf an, wie deine Ausgangsposition aussieht. Also z.B. wie viel Vermögen bereits vorhanden ist und in wie vielen Jahren der Renteneintritt erfolgt. Denn bei einem langfristigen Vermögensaufbau für die Altersvorsorge, können Wertschwankungen noch deutlich besser verkraftet werden, als wenn der Ruhestand immer näher rückt. In diesen Fällen führen Wertschwankungen wahrscheinlich eher zur Unruhe.

Daher steht diese Altersgruppe noch einmal vor einer besonderen Herausforderung. Grundsätzlich ist es nicht unmöglich, auch mit zunehmendem Lebensalter die Dividendenstrategie noch zu verfolgen. Allerdings wird ein eher höheres Startkapital benötigt, um sich mit Dividenden die Rente aufbessern zu können.

Hier mal ein kleines Rechenbeispiel:

Wenn du gerne ca. 500 € pro Monat zusätzlich zu deiner Rente erhalten möchtest, müsstest du bei einer durchschnittlichen Dividendenrendite von rund 3 % mindestens 200.000 € Vermögen in Dividenden starke Unternehmen, ETFs oder Fonds investiert haben. Der steuerliche Aspekt ist hierbei noch nicht berücksichtigt.

Sofern du also bereits über ein größeres Vermögen verfügst, welches du in absehbarer Zeit nicht benötigst, eignet sich die Dividendenstrategie hervorragend. So lässt du dein Vermögen nicht komplett auf dem Sparbuch versauern, sondern kannst es weiter für dich arbeiten lassen und daraus auch noch regelmäßige Erträge generieren.

Jedoch ist es ratsam, das Risiko nach und nach weiter zu reduzieren, je näher der Ruhestand rückt. Auch hier ist vielleicht ein Dividenden-orientierter Fond oder ETF eine gute Möglichkeit, um einen Teil deines Vermögens anzulegen. Ob als Einmal-Anlage oder per Sparplan, bleibt dir überlassen.

Zusätzlich macht es auch Sinn, wenn du deine Dividendenerträge nicht weiter investierst und Kursgewinne auch mal realisierst. So kannst du deine risikobehafteten Anlagen langsam mit der Zeit reduzieren. Wann du damit anfängst, hängt ganz davon ab, wie weit du noch von der Verwertungsphase entfernt bist und natürlich, wie du im allgemeinen finanziell aufgestellt bist.

6. Dividendenstrategie – auch als Vermögensaufbau für Kinder geeignet?

Mit der Dividendenstrategie kannst du dir also eine gute Kapitalbasis schaffen und mit zunehmenden Lebensalter von steigenden Dividendenrenditen profitieren. Daher kann diese Strategie auch als Vermögensaufbau für Kinder eine gute Wahl sein. Gerade der Faktor Zeit spielt beim Vermögensaufbau eine entscheidende Rolle. Wenn du möglichst früh anfängst zu investieren, kann bis zum 18. Lebensjahr schon ein beträchtliches Vermögen zusammenkommen.

Wenn das Depot auf dem Namen des Kindes ausgestellt ist, kann man sogar noch vom Sparerpauschbetrag profitieren. Denn dieser steht auch jedem Kind zu. Allerdings kann dein Kind dann über sein Vermögen auf dem Depot frei verfügen, sobald es 18 ist.

Wichtig ist in diesem Zusammenhang noch, dass ab einem jährlichen Einkommen von rund 6.640 € (Stand 2021) sich dein Kind selbst versichern muss und somit nicht mehr in der Familienversicherung mitversichert ist. Hierzu zählen auch Einkünfte durch Dividendenerträge und auch Aktiengewinne. Daher sollte das Gesamteinkommen des mitversicherten Kindes nicht höher als 553,33 € pro Monat sein (die steuerlichen Pauschbeträge sind davon schon abgezogen).

7. Fazit

Die Börse ist als Bestandteil für die private Altersvorsorge und auch für den Vermögensaufbau für Kinder eine der besten Adressen überhaupt, weil mögliche Kursgewinne und Dividenden bessere Ertragschancen bieten als z. B. das Sparbuch oder auch Anlagen in Festgeld. Natürlich gibt es Risiken – die lassen sich aber etwas steuern und mit Blick auf den nahenden Renteneintritt schrittweise und nach den eigenen Bedürfnissen reduzieren. 

 
 
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