Der Notgroschen als Basis für deine finanzielle Absicherung

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Wenn es um deine finanzielle Absicherung geht, ist der Notgroschen ein wichtiger Bestandteil davon. Nur wofür genau braucht man einen Notgroschen und wie hoch sollte dieser sein? In diesem Beitrag möchte ich genau diese Fragen beantworten.

Inhalt

1. Was ist ein Notgroschen?
2. Wie hoch sollte der Notgroschen sein?
3. Wo ist der Notgroschen am besten aufgehoben?

 

1. Was ist ein Notgroschen?

 

Vereinfacht ausgedrückt, handelt es sich bei einem Notgroschen um Geld, welches man spart und entsprechend zurücklegt, um in Notfällen darauf zurückgreifen zu können.

 

Man kann ihn auch als eine Art Versicherung betrachten. Denn genau wie eine Versicherung, soll dich dein Notgroschen gegen unvorhersehbare Ereignisse absichern. Die Betonung liegt hierbei auf unvorhersehbare Ereignisse – denn das z.B. eine Waschmaschine oder auch ein Fernseher mal kaputt geht, ist meistens absehbar und sollte entsprechend rechtzeitig mit eingeplant werden. Ich meine hier die „größeren Ereignisse“ wie Jobverlust, Auto kaputt gefahren, etc. Also eher die Ereignisse, die man wirklich nicht vorhersehen konnte.

 

Das bedeutet also, dass dein Notgroschen wirklich nur für Notfälle da ist. Im Idealfall wirst du ihn dein ganzes Leben lang nicht anrühren müssen – genauso, wie du hoffentlich niemals eine Versicherung in Anspruch nehmen musst.

 

Dein Notgroschen erfüllt also nur einen einzigen Zweck: Er soll dir in Notsituationen Liquidität sichern.

 

Alleine die Gewissheit, dass du oder auch deine Familie finanziell abgesichert ist, lässt dich sicherlich ruhiger schlafen. Und das wollen wir doch alle.

 

2. Wie hoch sollte der Notgroschen sein?

 

Jetzt kommt die spannendste Frage: Wie hoch sollte der Notgroschen eigentlich sein? Hierzu findet man unterschiedliche Faustregeln von drei, sechs und sogar neun Monatsgehältern.

 

Nur macht das überhaupt Sinn? Bei dieser Faustregel wird aus meiner Sicht eine sehr wichtige Komponente nicht mit berücksichtigt – nämlich die individuelle Lebenssituation. Damit möchte ich nicht sagen, dass diese Faustregel grundlegend falsch ist. Wichtig ist hierbei nur, dass du deine Lebenssituation bei der Berechnung deines Notgroschens mit einbeziehen solltest.

 

Ein wesentlicher Faktor ist sicherlich deine Arbeitssituation. So ist die Wahrscheinlichkeit bei einem Beamten seinen Job zu verlieren meist deutlich geringer, als bei jemanden, der z.B. einen befristeten Arbeitsvertrag hat.

 

Auch kommt es darauf an, wie deine finanziellen Verpflichtungen aussehen. Denn, wenn du z.B. ein Eigenheim besitzt und auch noch eine Familie zu versorgen hast, sollte dein Notgroschen tendenziell etwas höher ausfallen, als wenn du nur für dich selbst verantwortlich bist – bzw. keine größeren Verpflichtungen hast.

 

Wie du siehst, ist die Frage, wie hoch der Notgroschen genau sein sollte, gar nicht so leicht zu beantworten. Viel wichtiger als die Zahl der Monatsgehälter sind meiner Meinung nach die monatlichen Ausgaben.

 

Meine Empfehlung lautet daher, dass du deine Ausgaben analysierst. Insbesondere deine monatlichen Fixkosten solltest du kennen. Somit weißt du genau, wie viel Geld du im Monat benötigst, um über die Runden zu kommen.

 

Und dann stellt sich noch die Frage, wie viele Monatsausgaben du als Notgroschen zurücklegen solltest. Diese Frage kann nur jeder für sich selbst beantworten. Denn, die genannten Faktoren wie z.B. deine Arbeits- und Lebenssituation sollten hierbei mit berücksichtigt werden. Drei bis sechs monatliche Ausgaben sind sicherlich ein guter Richtwert. Wichtig ist vor allem, dass du dich damit wohl fühlst.

 

3. Wo ist der Notgroschen am besten aufgehoben?

 

Und jetzt schauen wir uns noch mal an, wo dein Notgroschen am besten aufgehoben ist.

 

Wie bereits erwähnt, dient der Notgroschen dafür, dich in Notsituationen abzusichern – also für Liquiditätsengpässe. Das heißt, er muss schnell verfügbar sein. Daher sind hierfür entweder das Girokonto oder das Tagesgeldkonto am besten geeignet.

 

Sofern du dein Notgroschen auf dem Girokonto aufheben möchtest, solltest du unbedingt darauf achten, dass dein Kontostand niemals unterhalb des Notgroschenbetrages sinkt. Wenn die Versuchung allerdings recht groß ist, den Notgroschen für die schönen Dinge des Lebens auszugeben, ist ein Girokonto wohl eher nicht die passende Wahl.

 

Der sicherste Ort für dein Notgroschen ist dann wohl eher das Tagesgeldkonto. Hier hast du die Möglichkeit jeder Zeit auf dein Geld zugreifen zu können. Zusätzlich hast du es von deinem normalen Geldfluss getrennt. Ein weiterer Vorteil ist sicherlich, dass es hier bis auf Notfälle keine Kontobewegungen geben wird.

 

Grundsätzlich geht also beides. Schau einfach, was am besten zu dir passt.

 

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