Notgroschen aufbauen – Erste Schritte

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In meinem letzten Artikel habe ich erklärt, wozu der Notgroschen da ist und wie du herausfindest, wie hoch dieser sein sollte. Wenn du noch keinen Notgroschen hast, stellt sich natürlich noch die Frage, wie du diesen denn aufbauen kannst. Und genau darum soll es in diesem Artikel gehen.


Inhalte

1. Bestandsaufnahme
2. Sparpotenziale aufdecken
3. Sparpotenziale umsetzen

1. Bestandsaufnahme

Wenn du einen Notgroschen aufbauen möchtest, kommst du um eine Sache nicht herum – nämlich sparen. Zugegeben, das hört sich zunächst nicht so berauschend an. Denn wer spart schon gerne? Sparen hört sich erst mal wie Verzicht an. Allerdings hilft es sicherlich, wenn man weiß, warum und auch wofür man verzichtet und das dies auch nur für einen begrenzten Zeitraum so ist.

Dein Ziel sollte es sein, deinen Notgroschen so schnell wie möglich aufzubauen. Wie schnell du es tatsächlich schaffst hängt davon ab, wie deine derzeitige Lebenssituation und auch Ausgangsposition aussieht, was für Sparpotenziale du hast und natürlich auch, wie hoch dein Notgroschen sein sollte.


Dazu ist es hilfreich, wenn du deine Finanzen zunächst etwas unter die Lupe nimmst. Das bedeutet, dass du dir einen Überblick über deine Einnahmen und Ausgaben verschaffst. Also eine nüchterne Bestandsaufnahme. So findest zu heraus, wie viel Geld du letztendlich über hast – oder auch nicht – und kannst vielleicht schon die ersten Sparpotentiale aufdecken.

2. Sparpotenziale aufdecken

Um deine ersten Sparpotenziale aufzudecken, solltest du dich mit deinen Ausgaben näher beschäftigen. Hierzu schaust du dir am besten all deine Verträge, Mitgliedschaften, Abos, Versicherungen etc. an. Folgende Fragestellungen sollen dir dabei helfen:

1. Brauche ich das wirklich?
2. Kann ich meine Ausgaben optimieren, indem ich z.B. günstigere Alternativen finde?
3. Macht es Sinn etwas zu kündigen – wenn auch nur temporär?
4. Besteht die Möglichkeit, einige Kosten mit jemand anderen zu teilen?

Hilfreich könnte hierbei evtl. ein Haushaltsbuch sein, um deine Einnahmen und Ausgaben gegenüber zu stellen. Hierfür gibt es viele verschiedene Möglichkeiten: z.B. eine App, ein Haushaltsplaner als Buch, eine Excel-Tabelle oder ganz klassisch mit Stift und Papier. Je nach dem, was am besten zu dir passt.

 

Zugegeben, ein Haushaltsbuch hört sich zunächst recht aufwendig und auch spießig an. Für einen langfristigen finanziellen Erfolg ist dies jedoch häufig unverzichtbar. Den Aufwand kannst du auch in Grenzen halten, indem du nicht jeden einzelnen Kassenzettel akribisch notierst, sondern deine Ausgaben einer Obergruppe zuordnest, wie z.B. Lebensmittel, Klamotten etc.

 

Natürlich musst du dein Haushaltsbuch nicht bis in alle Ewigkeit führen, sondern nur, solange es für dich notwendig ist. Du wirst sicherlich schnell merken: Es ist ein schönes Gefühl, wenn man weiß, wohin sein Geld fließt.

3. Sparpotentiale umsetzen


Wenn du deine Bestandsaufnahme gemacht hast und weißt, wie viel du pro Monat sparen kannst, musst du dein Geld natürlich noch beiseite legen. Dies geht am besten, indem du das Sparen automatisierst. Hierfür ist es ratsam einen Dauerauftrag einzurichten und das Geld monatlich direkt auf ein separates Sparkonto zu überweisen.

Ich empfehle dir, das Geld direkt nach deinem Gehaltseingang auf dein Sparkonto zu überweisen – natürlich nur, sofern du über ein Gehalt verfügst. Denn wenn du „nur“ das Geld überweist, was noch übrig ist, besteht die Gefahr, dass du dein Geld evtl. für unnötige Dinge ausgibst. Dadurch entfernst du dich eher von deinem Sparziel. Daher ist es sicherlich eine gute Idee, wenn du dich selbst ein wenig austrickst. Denn Geld, was du gar nicht erst siehst, kann dich auch nicht zum Ausgeben verleiten.

 

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